Von Weimar in die Welt -
100 Jahre Bauhaus

"Denn alle Kunst ist Bauen"

Reiseleitung: Architekt DI Klaus Hagenauer

 

 

Termin:

23.07.2019 - 28.07.2019

Preis:

865,- EUR

Bitte erst einen Termin wählen.

Leistungen:

(ab 20 Personen)


Busreise, Reiseleitung, 4 x N/Halbpension, 1 x N/Frühstück.
Einbettzimmerzuschlag: 142,- 

 

Achtung: Gültiger Reisepass auch
innerhalb der EU erforderlich!

 

 

 

 

 

Reisebeschreibung Busreise Weimar

Der Name war Programm und wurde für viele zum Synonym für eine rasant voranschreitende Modernisierung des Lebens. Der Architektur des Neuen Bauens, allen voran die Arbeiten von Walter Gropius, der zwanziger Jahre wurde breite Aufmerksamkeit – sowohl zustimmend als auch ablehnend – zuteil, und das im Bauhaus entwickelte Design genießt nach wie vor weltweit hohe Wertschätzung. Die führenden Künstler ihrer Zeit (z. B. Kandinsky, Klee, Schlemmer, Feininger) sind ebenso mit der Geschichte des Bauhauses verbunden wie die Entwicklung der ersten deutschen Republik. Vor allem die Idee, mittels Kreativität, Innovation und Technik Perspektiven für eine weltoffene Gesellschaft zu entwickeln, bestimmte die Gründungsphase der Künstlerbewegung.

 

1. TAG: Das Bauhaus in Weimar

Walter Gropius gründete im Jahr 1919 als junger Architekt in der beschaulichen Kleinstadt Weimar eine progressive Kunst- und Architekturschule. Viele begeisterte Künstler folgten dem Ruf von Gropius und hinterließen letztlich ein internationales Kulturerbe, welches wir zunächst mit den Besichtigungen der Bauhaus Universität, des Bauhaus Museums sowie auf den Spuren von Ernst Neufert thematisieren werden.

 

2. TAG: Weimar – Apolda – Quedlinburg – Dessau

Am Vormittag widmen wir uns mit dem Besuch des „Neuen Museums Weimar“ der Vorgeschichte und den Wegbereitern (Van de Velde, Nietzsche usw.) des Bauhauses sowie der Moderne. Anschließend Weiterfahrt zu einem Bauwerk der Architektur-Ikone der Nachkriegsmoderne Egon Eiermann sowie nach Quedlinburg, wo wir die herausragende Sammlung zum Werk eines weiteren großartigen Bauhauskünstlers, Lyonel Feininger, vorfinden werden. Am Abend erreichen wir schließlich Dessau.

 

3. TAG: Meisterhäuser in Dessau

In der zweiten Wirkungsstätte des Bauhauses können wir die architektonischen „Revolutionen des Alltags“ sowie die neuen gestalterischen Lösungen an den von Gropius entworfenen Meisterhäusern anschaulich nachvollziehen. Diese Wohnräume der Bauhauslehrer (Kandinsky, Klee u. a.) vermitteln nicht nur das damalige Ideal des modernen Wohnens, sondern gewähren auch Einblicke in die unterschiedlichen Künstlerpersönlichkeiten. Weiter Höhepunkte des Programms werden die Siedlung Törten, eine Baustellenbesichtigung sowie ein Bauhaus Gaststättenkomplex bedeuten.

 

4. TAG: Von Dessau nach Berlin

Die bekanntesten Werke des später auch in West-Jerusalem tätigen Erich Mendelsohn stammen aus den 20er Jahren, wobei wir am heutigen Tag zunächst eines der vollendeten Beispiele seiner „expressionistischen“ Architektur kennen lernen werden. Anschließend widmen wir uns eingehend den Bauhausbauten in Berlin, allen voran dem Bauhaus-Archiv. Dieses verfügt nicht nur über bedeutende Nachlässe und Sammlungen (Gropius, Van der Rohe, Grafiken von Kandinsky, Klee, uvm.), sondern nimmt als Erbe und Referenzpunkt eine Sonderstellung in der Kunst- und öffentlichen Welt ein. Dementsprechend wird im Jubiläumsjahr auch ein vielbeachteter zentraler Erweiterungsbau in Angriff genommen werden.

 

5. TAG: Reformarchitektur im Umfeld des Bauhauses in Dresden

In der nördlichen Peripherie von Dresden entstand in Deutschland Anfang des 20. Jhs. die erste und gleichzeitig vollständigste Verwirklichung einer Gartenstadt nach englischem Vorbild. Renommierte Architekten wurden beauftragt, den Neubau der „Deutschen Werkstätten für Handwerkskunst“ zusammen mit Wohnsiedlungen, Geschäften, Praxen, Schulen usw. zu konzipieren. Mit der Errichtung eines gewaltigen Festspielhauskomplexes von Heinrich Tessenow, einem der wichtigsten Vertreter der deutschen Reformarchitektur, avancierte Hellerau bis zum Ersten Weltkrieg zu einem beliebten Treffpunkt der europäischen Kulturelite (darunter auch Kafka, Zweig, Kokoschka). Im Anschluss an eine umfassende Besichtigung wird die Verbindung von Bauhaus- Architektur mit klassizistischen Elementen den finalen Programmschwerpunkt in Dresden bedeuten.

 

6. TAG: Moderne in Chemnitz (Villa Esche und Kaufhaus Schocken) – Heimreise