| 01.05. - 06.05.2027 Preis ab 20 Personen | |
| Doppelzimmer | € 1.298,- |
| Einbettzimmerzuschlag | € 319,- |
Busreise
Reiseleitung
N/Halbpension
Achtung: Gültiger Reisepass erforderlich!
Das „Dreiländereck“ zwischen Ungarn, Serbien und Kroatien war schon immer ein Grenz- und Begegnungsraum unterschiedlichster Reiche, Konfessionen und Lebenswelten. Als habsburgisch-osmanische „Militärgrenze“ war die Region ein Experimentierfeld für unge-wöhnliche Formen von Verwaltung und Zusammenleben, Zuflucht verschiedenster Zuwande-rer, Schauplatz permanenter Kleinkriege aber auch enger Kontakte und gegenseitiger Beein-flussung. Im Schatten der Vielvölkerstaaten entwickelten sich hier Nationalismen, welche die Herrschaft der Imperien, aber auch die historisch gewachsene Vielfalt der Region zerstören wollten. Dennoch ist das Land zwischen Donau und Save bis heute historisch und kulturell geprägt vom Neben- und Miteinander der Sprachen, Ethnien und Religionen. Kommen Sie mit in die faszinierende Region zwischen Varaždin, Belgrad und Pécs!
Fahrt über Graz und Maribor nach Pécs. Am Nachmittag Besichtigung der Stadt mit ihrer vielschichtigen Prägung: Wir sehen die frühchristlich-römische Nekropole (UNESCO-Welterbe), die auf das mittelalterliche Ungarn verweisende Kathedrale St. Peter und die Gazi-Kasim-Pascha-Moschee als Erbe jahrhundertelanger osmanischer Präsenz. Nächtigung in Pécs.
Am Vormittag Besuch der Nationalen Gedenkstätte Mohács mit Schlachtfeld und Museum. Die Schlacht von 1526 markierte das Ende des mittelalterlichen Ungarns und den Beginn osmanischer und habsburgischer Expansion und der damit einhergehenden Umbrüche in Südost- und Zentraleuropa. Wir überqueren die Grenze nach Serbien und erreichen Novi Sad – das imperiale „Gibraltar an der Donau“ der Habsburger, Geburtsort der serbischen Nationalbewegung aber auch Zentrum internationaler Jugendkultur und antiautoritären Widerstands. Nach einem Spaziergang durch die Altstadt erleben wir im Schatten der mächtigen Festung Peterwardein regionaltypische Kulinarik und Gastfreundschaft in einem traditionellen Csárda-Lokal.
Fahrt durch die bewaldeten Höhen der Fruška Gora zum Kloster Krušedol, einem Zentrum serbisch-orthodoxer Kultur und Spiritualität. In Sremski Karlovci erinnert eine Kapelle an den Frieden von Karlowitz (1699), wo einst – am runden Tisch – das Zeitalter der sog. „Türkenkriege“ diplomatisch beendet wurde. Am Nachmittag Weiterfahrt nach Belgrad und erste Annäherung an die serbische Hauptstadt mit dem monumentalen Dom des Heiligen Sava. Unser zentral gelegenes Hotel ermöglicht Interessierten einen abendlichen Bummel durch das Bohémien- und Ausgehviertel Skadarlija.
Bei unserer Stadtbesichtigung erleben wir die vielen Gesichter der serbischen Hauptstadt: Prachtbauten und Boulevards der 1920er und 1930er Jahre stehen für den Traum vom „jugoslawischen Paris“, während spätere Hotelnamen und Bauten auf den „Großen Bruder“ Russland verweisen. Das ummauerte Altstadtviertel Kalemegdan erinnert an Jahrhunderte osmanischer Herrschaft und an die Feldzüge Prinz Eugens. Das Museumsschiff „Sava“ begann 1904 als österreichisches Donaukriegsschiff „SMS Bodrog“ und diente – trotz mehrfacher Versenkung – bis 1962 (!) verschiedenen Staaten und Regimen. Am Nachmittag widmen wir uns der Ära Titos und seinem Traum eines kommunistischen Vielvölkerstaats.
Fahrt nach Sremska Mitrovica (antikes Sirmium), einst römische Kaiserresidenz. Besichtigung der Palast-Ausgrabungen mit Mosaiken und Fußbodenheizung. Anschließend Weiterfahrt über die kroatische Grenze nach Županja, wo ein Militärgrenzer-Wohnturm (Čardak) an die Zeit der Militärgrenze (1538–1878) erinnert. Am späten Nachmittag Weiterfahrt nach Varaždin, Hotelbezug und Abendessen.
„Komm mit nach Varaždin, so lange noch die Rosen blüh'n!“ – die in Emmerich Kálmáns Operette „Gräfin Mariza“ besungene Barockstadt war einst Festungsstadt an der Militärgrenze und Sitz der ungarisch-kroatischen Adelsfamile Erdödy. Bei unserer Stadtbesichtigung besuchen wir zwischen dem Schloss und den hübschen Barockpalais auch das örtliche Museum, ehe wir nach der Mittagspause die Rückkreise antreten.