Valcamonica: Wanderungen im Tal der Felszeichnungen


Italiens ältestes UNESCO-Welterbe


REISELEITUNG: MAG. KLAUS SCHINDL (ARCHÄOLOGE)
 

Termin:

27.10.2019 - 01.11.2019

Preis:

685,- EUR

Bitte erst einen Termin wählen.

Leistungen:

Busreise, Reiseleitung, N/Halbpension.


Einbettzimmerzuschlag: 82,-

 

Preis ab 15 Personen

 

Achtung: Gültiger Reisepass auch
innerhalb der EU erforderlich!

 

 


Reisebeschreibung Busreise Valcamonica

 

Das „Valcamonica“ (Tal der Cammunier) ist ein 70 Kilometer langes Tal in der Lombardei. Seine idyllischen Dörfer haben bis heute ein mittelalterliches Erscheinungsbild bewahrt. Das eigentliche, noch viel ältere Kulturerbe des Tals wurde aber erst 1914 überregional bekannt: Seine Felsen, Steine und Klippen sind mit einzigartigen Ritzzeichnungen und kultischen Bildnissen regelrecht übersäht, deren Entstehungszeitraum von der Mittelsteinzeit ab 8.500 v. Chr. bis in die Eisenzeit reicht. Bis heute werden immer neue Bildnisse entdeckt, deren Gesamtzahl auf 100.000 bis 200.000 geschätzt wird, weshalb das Tal 1979 sogar die erste Weltkulturerbestätte Italiens wurde. Während unserer Reise werden wir überall im Tal abseits der üblichen Touristenpfade die rätselhaften Felsbilder vergangener Kulturen entdecken. Dazwischen werden wir in gemütlichen Gaststätten natürlich auch die kulinarischen Vorzüge der Lombardei genießen können.

 
1. TAG: Anreise nach Boario Terme im Valcamonica

2. TAG: Erste Erkundungen im Valcamonica

Unser erstes Ziel ist der archäologische Park von Luine. Auf einer geschützten Fläche von rund 10 ha befinden sich hier über 100 Felsen mit Ritzungen verschiedenster Epochen. Die ältesten davon sind geritzte Abbilder von laufenden Wildtieren. Ab 6.000 v. Chr. siedelten sich dann die ersten sesshaften, bäuerlichen Talbewohner an, die häufig Darstellungen sogenannter „Adoranten“ (betende oder trauernde Personen mit erhobenen Armen) anfertigten. Ab der Kupferzeit wurden große Steinstelen mit Darstellungen von Werkzeugen errichtet, was sich in der
Bronzezeit fortsetzte. Im letzten Jahrtausend vor Christus spiegelten sich Einflüsse neuer Kulturen (Etrusker, Kelten) wider. Wir verbringen den Großteil des heutigen Tages im Gelände, besprechen Geschichte und Bedeutung der Kunstwerke und genießen den herrlichen Ausblick über das Tal bis zum Iseosee.

 

3. TAG: Ausflug zum Archäologischen Park von Nequane – Bergdorf Pescarzo – Seradina – Bedolina

Nach dem Frühstück begeben wir uns zum archäologischen Park von Nequane (Capo di Ponte), wo 104 Felsformationen, die von der Urgeschichte bis ins Mittelalter mit Gravuren versehen wurden, bestaunt werden können. Besondere Highlights stellen eine kupferzeitliche Stelensetzung und das sogenannte „Antiquarium“ mit seinen außergewöhnlichen Szenen dar. Nach der Mittagsrast in einem regionaltypischen Gasthof besuchen wir am Nachmittag das malerische Bergdorf Pescarzo, sowie die Felsbilder von Seradina und Bedolina.


4. TAG: Ausflug zum Freilichtmuseum Foppe di Nadro – Castello di Cimbergo – Ossimo

Heute besuchen wir zunächst die jungsteinzeitlichen und eisenzeitlichen, vollständig begehbaren Hausrekonstruktionen von Foppe di Nadro. Auf der anderen Seite des Tales, thront die sehenswerte Burganlage Castello di Cimbergo, die wir ebenfalls besichtigen. Nach der Mittagsrast begeben wir uns auf einen Rundwanderweg, der uns zu Felsbildern mit interessanten Szenen aus der römischen Antike und dem Mittelalter führt. Zwischen den Ortschaften Ossimo und Borno besuchen wir einen eisenzeitlichen Siedlungsplatz, neben dem in den 1990er Jahren eine vermutliche Kulttstätte mit gepflastertem Boden und monolithischer Steinsetzung freigelegt wurde.


5. TAG: Ausflug ins Tal von Valtellina – Burg von Grosio –
Rupe Magna – Sonico

Der heutige Tag führt ins benachbarte Tal von Valtellina, das weitere interessante Felszeichnungen beherbergt. Bei Grosio erwartet uns nicht nur ein mittelalterlicher Burgenkomplex, sondern auch das größte bisher bekannte Felsbild der Alpen, der „Rupe Magna“. Nicht weniger als 5.454 Figuren, umgeben von Schälchendarstellungen, zieren eine Oberfläche von 342 m². Insgesamt 50 weitere Steinbilder säumen die Umgebung, darunter der „Rocce degli Armigieri“. Auf der Rückfahrt ins Valcamonica halten wir in Sonico und wandern durch einen Kastanienwald zu den Petroglyphen und Schalensteinen von „Coren dell Fate“.


6. TAG: Rückreise