Mammut, Faustkeil, Jagdmagie

Altsteinzeit und Bilderhöhlen in Nordspanien


REISELEITUNG: ANITA SOÓS, BA
(ARCHÄOLOGIN MIT ALTSTEINZEITSCHWERPUNKT)


Moderate Fitness für Höhlenbesuche notwendig!

 

 

Termin:

28.07.2019 - 05.08.2019

Preis:

2.225,- EUR

Bitte erst einen Termin wählen.

Leistungen:

Flug München – Bilbao – München, Reiseleitung, N/Halbpension in 3- und 4-Sterne-Hotels, Busreise im komfortablen örtl. Reisebus, 1 Lunchpaket, Eintritte und
Führungen lt. Programm, Flughafentaxen (Stand Feb. 19).


Einbettzimmerzuschlag: 283,-

Transfers oder Zubringerflüge: auf Anfrage

 

Preis ab 15 Personen

 

Achtung: Gültiger Reisepass auch
innerhalb der EU erforderlich!

 

 


Reisebeschreibung Nordspanien

 

Die paläolithischen Bilderhöhlen Nordspaniens sind vom Massentourismus bisher verschont geblieben. Neben dem weltberühmten Altamira gibt es hier eine grandiose Anzahl archäologischer Highlights, die der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbekannt sind, was diese Reise für Altsteinzeitinteressierte zu einer einzigartigen Gelegenheit macht. Die Reise führt zudem in eine der geologisch schönsten Kulturlandschaften Europas, wo die Berge das Meer beinahe berühren.

 

1. TAG: Flug München – Bilbao – Transfer in das Hotel – Einführungsvortrag

2. TAG: Ekainberri und Stadtführung Bilbao

Ekainberri ist die originalgetreue Nachbildung der 1969 entdeckten baskischen Bilderhöhle von Ekain – von unseren Vorfahren vor 18.000-12.000 Jahren reich geschmückt mit Darstellungen von Wildpferden, Steinböcken, Wisenten, Hirschen, Bären und sogar einem Lachs. Besonders hervorzuheben ist die Mehrfarbigkeit der Bilder. Im Zuge der Anerkennung des UNESCO Weltkulturerbe-Status wurde 2008 die Nachbildung mit viel Liebe zum Detail errichtet. Mittags fahren wir wieder in die baskische Hauptstadt zurück, wo wir uns nach dem Mittagessen von einem lokalen Guide zu den Sehenswürdigkeiten Bilbaos entführen lassen. Anschließend steht noch ein Besuch des Baskischen Museums auf dem Programm, in welchem die archäologischen Schätze des Baskenlandes bewundert werden können.


3. TAG: Cueva de Covalanas, Cueva de Cullalvera und Santander

Covalanas war 1903 nach Altamira die zweite Höhle, in der steinzeitliche Malereien entdeckt wurden. Ihre Besonderheit liegt darin, dass sie nie bewohnt war und ausschließlich künstlerischen Zwecken diente. Mit einfacher Fingertupftechnik entstanden erstaunlich lebhaft und berührend wirkende Darstellungen von Rotwild, die möglicherweise von einer einzigen Person vor 18.000-20.000 Jahren gefertigt wurden. Cullalvera ist eine der größten paläolithischen Bilderhöhlen, wo wir neu entdeckte, bis vor kurzem unbekannte Bemalungen im Eingangsbereich sehen. Den Abschluss dieses Tages bildet ein Besuch der Hafenstadt Santander sowie des kantabrischen Museums für Urgeschichte.

 

4. TAG: El Pindal und San Vicente de la Barquera

Nach dem Frühstück fahren wir zur Höhle von El Pindal in Asturien, die Besucher bereits von außen mit ihrer dramatischen Lage zwischen schroffen Klippen und Meer beeindruckt. Im Inneren erwarten uns wundervolle Darstellungen der eiszeitlichen Fauna – unter anderem ein einzigartiges Fisch-Mischwesen sowie das einzig öffentlich zugängliche Höhlenbild eines Mammuts in Spanien. Mittagessen in der pittoresken Hafenstadt San Vicente de la Barquera, die auch zu einem ausgedehnten Spaziergang einlädt.


5. TAG: Tito Bustillo, Ribadasella und Altamira

Heute erwartet uns ein echtes Highlight: eine der wenigen polychromen, also mehrfarbig bemalten Höhlen der Altsteinzeit, die für die Öffentlichkeit noch zugänglich sind. Erst 1968 durch Speläologen entdeckt und 2008 zum Weltkulturerbe ernannt, bietet sie nicht nur wunderbare, in großer Menge vorhandene Eiszeitkunst, sondern auch spektakuläre Stalagtiten und Stalagmiten. Das individuelle Mittagessen kann anschließend im Küstenstädtchen Ribadasella eingenommen werden, wo auch ein Strandspaziergang lohnt. Den krönenden Abschluss bildet der Besuch der weltberühmten Nachbildung von Altamira.


6. TAG: El Castillo, Las Monedas, Santillana del Mar und El Pendo

Nach dem Frühstück führt uns unser Programm nur wenige Kilometer weiter, zum Monte Castillo am Rio Pas. Hier befinden sich gleich mehrere Höhlen nebeneinander, von denen wir zwei besichtigen können: Während die Höhle „Las Monedas“ vor allem wegen ihren geologischen Formationen interessant ist, wartet „El Castillo“ mit der möglicherweise ältesten Höhlenkunst Spaniens auf. Das Mittagessen kann individuell in der entzückenden mittelalterlichen Stadt Santillana del Mar eingenommen werden. Am Nachmittag widmen wir uns El Pendo, wo uns ein fast neun Meter langer, vor 19.000-20.000 Jahren gemalter Fries erwartet.


7. TAG: Burgos, Stadtführung und Nationalmuseum

8. TAG: Atapuerca Archäologiepark, Ausgrabungen und Museum für Menschliche Evolution

Den krönenden Abschluss unserer Reise zu den Spuren der Altsteinzeit bildet der heutige Besuch der zum UNESCO-Welterbe gezählten Sierra de Atapuerca. Unter anderem wurden in den Karsthöhlen hunderte Fossilien des Homo Erectus oder Homo Heidelbergensis gefunden, die zahlreiche Hinweise auf die Evolutionsgeschichte des Menschen lieferten. Wir besuchen gemeinsam den archäologischen Park, die aktuellen Ausgrabungen sowie das einzigartige Museum der Evolutionsgeschichte der Menschen, erforschen, wie sich unser komplexes Wesen über Jahrmillionen entwickeln konnte und tauchen ein letztes Mal in die Vergangenheit unserer eiszeitlichen Vorfahren ein.


9. TAG: Rückfahrt nach Bilbao und Rückflug