| 24.10. - 30.10.2027 | |
| Doppelzimmer | auf Anfrage |
| Einbettzimmerzuschlag | auf Anfrage |
| Doppelzimmer Ö1 Clubpreis | auf Anfrage |
| Einbettzimmerzuschlag | auf Anfrage |
Preis und Leistungen in Ausarbeitung
Teilnehmer/innen Mind. 20 bis max. 26 Personen
Information: http://oe1.orf.at/reisen
Achtung: Gültiger Reisepass auch innerhalb der EU erforderlich!
In den Hotels in Italien wird vor Ort eine zusätzliche Touristensteuer eingehoben!
Das Reiseparadies Kastler freut sich über die Zusammenarbeit mit Ö1.
Neben der beliebten Ö1 Sendung „Ambiente – Reisen mit Ö1“ sonntagvormittags, bietet Ö1 mit dem Ö1 Katalog "Von der Kunst des Reisens“ umfangreiche Reiseinspirationen.
Einige Reisen bieten die Möglichkeit, mit ORF/Ö1 Redakteur/innen interessante Destinationen auf gänzlich neue Art und Weise kennen zu lernen.
Ö1 Club-Abonnenten reisen zu den ausgewiesenen Ö1 Club-Vorteilspreisen. (gilt auch für die Begleitperson)
Geprägt von beiden Kulturen liegt Savoyen im Grenzgebiet zwischen Frankreich und Italien. Seine Geschichte als mächtiges Fürstentum zieht sich vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert, als Savoyen und sein Königshaus Zentrum der italienischen Einigung wurden – mit Turin als erster Hauptstadt eines vereinigten Italiens. Wenngleich diese Ära nur von kurzer Dauer war und die Regierung mit kleinem Zwischenstopp in Florenz letztlich ihren Sitz nach Rom verlegte, zeugen beeindruckende Baudenkmäler und Palastanlagen in und um Turin bis heute von der Macht und Größe Savoyens. Einen gelungenen Versuch, eine dieser alten Mauern mit moderner Technik und Architektur zu füllen, bietet das Teatro Regio di Torino, das bereits Puccini als Uraufführungsort diente – neben Manon Lescaut erblickte hier auch La Bohème das Licht der Opernwelt. Zweimal wird Sie der elegante Saal mit seiner filigranen Lichtkunst, die an tausende Eiszapfen erinnert, zu einem Opernabend einladen.
Der Anreisetag führt in die Provinz Bergamo, im Herzen der Lombardei zwischen Alpenausläufern und der Poebene gelegen. Die Gegend ist berühmt für ihre vielfältige Landschaft, die abwechslungsreiche Küche und ihre Käsesorten, allen voran den Taleggio, und ist eine perfekte Zwischenstation auf dem Weg in den italienischen Nordwesten.
Nach einer Erkundung der Provinzhauptstadt Bergamo mit ihrer mittelalterlichen Oberstadt, die man über eine – fast einer Zeitreise gleichenden – Fahrt mit der Standseilbahn erreicht, und der modernen Unterstadt geht es weiter südwestwärts nach Pavia. Die damalige Hauptstadt der germanischen Ostgoten- und Langobardenreiche ist Heimat einer der ältesten europäischen Universitäten und beeindruckt durch ihre spektakulären Renaissance- und Romanikbauten rund um die Gedeckte Brücke und den Dom, bei dessen Erbauung auch Leonardo da Vinci die Finger im Spiel hatte. Letztes Tagesziel ist Turin mit dem Hotel für die nächsten Tage.
Mit dem ersten Rundgang präsentiert sich das fürstlich-royale Turin. Das Zentrum der ehemaligen Residenzstadt bildet die Piazza Castello. Über zwei Jahrtausende hinweg wurden die beiden ehemaligen Residenzen, der Palazzo Reale und der Palazzo Madama, errichtet, und die bedeutendsten Turiner Baumeister ihrer Epoche haben hier ihre Spuren hinterlassen. Gleich daneben hat sich im späten 17. Jahrhundert Guarino Guarini mit dem Bau der königlichen Kirche San Lorenzo verewigt. Als Heimstatt des Turiner Grabtuchs ist sie Pilgerstätte für Gläubige aus aller Welt. Architektonisch begeistert sie vor allem durch ihre monumentale Sternkuppel. Der Abend steht im Zeichen einer Opernvorstellung im Teatro Regio.
Am Morgen steht der Savoyer-Sitz Veneria Reale vor den Toren der Stadt auf dem Programm. Die riesige Barockanlage entstand im 17. Jahrhundert als Jagdschloss und wurde im Laufe des 18. Jahrhunderts zum Königsschloss ausgebaut. Reichtum und Sammelleidenschaft der Savoyerkönige haben nicht nur die Kunstsammlungen in den großen Palazzi gefüllt – sie sind Ursprung des berühmtesten und bestsortierten Ägyptischen Museums nach dem in Kairo, des Museo Egizio. Nach dem Besuch im Pharaonenreich wird die Endeckungsreise durch das moderne Turin fortgesetzt. Kulinarischer Höhepunkt ist der Markt an der Porta Palazzo, wo man neben unzähligen Köstlichkeiten aus der Region die herrlichen piemontesischen Haselnüsse findet – zurecht als die besten der Welt bezeichnet.
Eine kerzengerade Straße führt von Turin bis zum Schloss in Stupinigi mit der auf der Kuppel thronenden Hirschfigur, die auf seine Nutzung als Jagdschloss hinweist. Das Meisterwerk italienischen Barocks und Rokokos in Form eines Kreuzes mit zentraler ovaler Kuppelhalle beherbergt neben Möbeln und Ausstattungsgegenständen aus savoyischer Zeit auch die Galakutsche Napoleon Bonapartes. Den himmlischen Mächten gewidmet ist ein Bauwerk, das weithin sichtbar über der Landschaft geradezu monumental auf dem fast tausend Meter hohen Gipfel des Monte Pirchiriano in den Cottischen Alpen thront: Die im 10. Jahrhundert erbaute Benediktinerabtei Sacra di San Michele ist gleichermaßen mystischer Ort wie Wahrzeichen des Piemont und inspirierte Umberto Eco zu seinem Roman Der Name der Rose. Am Abend steht der zweite Opernbesuch auf dem Programm.
Der Weg führt nordostwärts zurück Richtung Österreich. Zwischenstopp auf der Rückreise ist Brescia. Die zweitgrößte Stadt der Lombardei verfügt über ein reiches UNESCO-zertifiziertes Erbe aus der Jahrtausende währenden Geschichte der Apenninenhalbinsel – von der besterhaltenen römischen Grabungsstätte Norditaliens über die mittelalterliche Festung bis zu prachtvollen Renaissancebauten. Noch viel tiefer in die Geschichte – besser gesagt: die Vorgeschichte – entführen die Felszeichnungen im Valcamonica. Über einen Zeitraum von mehr als achttausend Jahren ritzten Menschen über 200 000 Figuren in den weichen Sandstein.