Dante – Petrarca – Boccaccio

 

 

DIE GEBURT DER RENAISSANCE ZWISCHEN FLORENZ UND RAVENNA

 

mit Großer Sonderausstellung in Forli zum 700. Todestag Dantes

 

Reiseleiter: Dietmar Schönhart

 

 

Termin:

02.05.2021 - 08.05.2021

Preis:

ab 995,- EUR

Bitte erst einen Termin wählen.

Leistungen:

Preis ab 20 Personen:

Busreise, Reiseleitung, N/Halbpension.

 


Nicht inkludiert: Eintritts- und Führungsgebühren (ca. 165,-)

 


Kleingruppenzuschlag bei 15–19 Personen: 100,-

 

Einbettzimmerzuschlag 263,-

 

Achtung: Gültiger Reisepass erforderlich!

 

 

 

 

 


Reisebeschreibung Busreise Ravenna - Florenz

 

 

Vor 700 Jahren starb in Ravenna der große toskanische Dichter und Philosoph Dante Alighieri, der nicht nur als einer der wichtigsten Wegbereiter der Renaissance, sondern auch als einer der Väter der italienischen Sprache gilt. 550 Jahre nach seinem Tod wählte der damals neu gegründete italienische Nationalstaat den toskanischen Dialekt, in dem Dante und seine später geborenen Zeitgenossen Francesco Petrarca und Giovanni Boccaccio ihre Werke verfasst hatten, mit Verweis auf die literarischen Pionierleistungen dieses „Dreigestirns“ zur italienischen Nationalsprache. Weitere 150 Jahre später feiert Italien das nunmehr 700jährige Dante-Jubiläum mit einer großen Sonderausstellung, die wir auf dieser Reise mit Besuchen historisch bedeutsamer und kulturell einzigartiger Orte zwischen Ravenna, Florenz, Padua und Udine, die mit Dante, Boccaccio, Petrarca und den Anfängen der italienischen Renaissance verknüpft sind, verbinden wollen.

 

1. Tag: Anreise nach Ravenna

Bereits auf der Anreise nach Ravenna erwartet uns mit der ehemaligen Abtei von Pomposa ein kulturhistorischer Höhepunkt: Der Gebäudekomplex zählt zu den bedeutendsten Baudenkmälern der Romanik und die Kirche ist durchgehend mit Fresken des 14. Jahrhunderts geschmückt. Hotelbezug in Ravenna für 2 Nächte.

 

2. Tag: Ravenna: Stadt der Mosaike und Dantes Grab

In Ravenna, wo Dante die letzten Jahre seines Lebens verbrachte und am 13. September 1321 kurz nach Fertigstellung seiner im Exil verfassten „Göttlichen Komödie“ (ital. Divina Commedia) verstarb, besichtigen wir unter anderem das Mausoleum des Theoderich, die frühchristlichen Mosaike im Grabmal der Galla Placidia sowie in den Kirchen San Vitale und Sant’Apollinare Nuovo und das Erzbischöfliche Museum mit dem Bischofsstuhl des Bischofs Maximianus aus Elfenbein. Insbesondere bei der Besichtigung des Dante-Museums, dessen Ausstellung die neuesten Forschungsergebnisse berücksichtigt, und beim Besuch des Grabmals des großen Dichters und Philosophen werden wir uns in das Spezialthema unserer Studienreise vertiefen.

 

3. Tag: Ravenna – Forli mit großer Sonderausstellung – Florenz

Die mit Unterstützung der Uffizien organisierte Großausstellung in Forli zum 700. Todestag von Dante wird mit Sicherheit ein Höhepunkt unserer Reise sein. Unter dem Thema „Dante – Die Vision der Kunst“ wollen die Organisatoren der Schau nicht nur die in manchen Aspekten bis heute geheimnisvolle Persönlichkeit Dantes beleuchten, sondern auch die mit seinem Werk verbundene, von Italien ausgehende kulturelle „Wiedergeburt“ der Antike, also die Wurzeln der „Renaissance“. Weiterfahrt nach Florenz und Hotelbezug für 3 Nächte.

 

4. Tag: Florenz und Dante

Florenz war die Heimatstadt Dantes und bis 1302 Mittelpunkt seines politischen und gesellschaftlichen Lebens. Neben dem zum Museum ausgebauten, rekonstruierten Geburtshaus des Dichters (Casa Dante) besichtigen wir natürlich auch den Dom Santa Maria del Fiore (Fresko von Domenico di Michelino: Dante und die Göttliche Komödie), den Palazzo del Bargello (bedeutendste Skulpturensammlungen der Welt mit Werken von Michelangelo, Donatello, Benvenuto Cellini, Giambologna und andere) sowie nach Möglichkeit eventuell noch den Palazzo Davanzati (Palast aus dem 14. Jahrhundert, zeigt die städtische Wohnkultur zur Zeit der Renaissance).

 


5. Tag: San Gimignano und Giovanni Boccaccio

Der heutige Ausflugstag führt uns zunächst nach San Gimignano, „Stadt der Türme“ genannt. Der mittelalterliche Stadtkern zeigt mit seinen Geschlechtertürmen das Bild einer italienischen Stadt zur Zeit Dantes und entführt uns in die Welt des 13./14. Jahrhunderts. Wir besichtigen die Collegiata Santa Maria Assunta (ehemaliger Dom mit Fresken des 14. und 15. Jahrhunderts) und den im Rahmen des Städtischen Museums zugänglichen „Torre Grossa“ aus dem 13. Jahrhundert (einziger Geschlechterturm, der öffentlich zugänglich ist und bestiegen werden kann). Über die Hügel der Toskana fahren wir in das Tal der Elsa nach Certaldo. Die malerische mittelalterliche Stadt ist möglicher Geburtsort und Sterbeort von Giovanni Boccaccio. Sein Meisterwerk, das „Decamerone“, porträtiert mit bis dahin unbekanntem Realismus die facettenreiche Gesellschaft des 14. Jahrhunderts und erhebt Bocaccio zum Begründer der prosaischen Erzähltradition in Europa. Wir besichtigen sein Wohnhaus und sein Grab in der ehemaligen Kirche SS. Jacopo e Filippo (ca. 12. Jahrhundert).

 

6. Tag: Padua und Petrarca

Wir verlassen heute Florenz und fahren nach Arqua Petrarca in den Euganäischen Hügeln. Hier verbrachte Francesco Petrarca – neben Dante und Boccaccio der dritte Kopf des sogenannten „toskanischen Dreigestirns“ der toskanischen Literatur des 14. Jhdts – die letzten Jahre seines Lebens. Petrarca verfolgte – ganz im Geiste der Renaissance – das erklärte Ziel einer Wiederbelebung antiker Traditionen und ließ sich dementsprechend auf dem Kapitol in Rom zum Dichter („poeta laureatus“) krönen. Mit seinem Gedichtzyklus „Canzoniere“ prägte er inhaltlich und formal die europäische Lyrik der Renaissance, lieferte mit seiner systematischen Quellenforschung, die unter anderem das „Privilegium maius“ als eine der geschicktesten Urkundenfälschungen des Mittelalters entlarvte, aber auch entscheidende Impulse zur Entwicklung einer Geschichtswissenschaft im heutigen Sinn. Nachdem wir im Wohnhaus des Gelehrten seinen Spuren gefolgt sind, Weiterfahrt nach Padua, wo wir uns bei Betrachtung des weltberühmten Freskenzyklus in der Cappella degli Scrovegni in das Werk des bahnbrechenden Malers Giotto di Bondone vertiefen, der als Zeitgenosse Dantes für die Malerei ähnliches vollbrachte wie dieser für die Literatur. Weiter nach Udine.

 
7. Tag: Udine – Rückreise