Kärnten und die Mittelalterlichen Ursprünge Österreichs

 

Auf den Spuren der Karantanen, Eppensteiner und Spanheimer

 

Termin:

18.10.2019 - 20.10.2019

Preis:

349,- EUR

Bitte erst einen Termin wählen.

Leistungen:

Busreise, Reiseleitung, N/ Halbpension.


Einbettzimmerzuschlag: 59,-

 

 

Preis ab 20 Personen

 

Achtung: Gültiger Reisepass erforderlich!

 

 

 

 

Reisebeschreibung Busreise Kärnten

 

 

Bereits um das Jahr 600 n. Chr. entwickelte sich zwischen den Flüssen Enns und Drau das alpenslawische Fürstentum „Karantanien“ – die erste erfolgreiche, stabile Herrschaftsbildung auf dem Gebiet des heutigen Österreichs seit dem Ende des Römischen Imperiums. Im Frühmittelalter arbeiteten hier die Nachkommen der römisch-keltischen Provinzbevölkerung gemeinsam mit slawischen, bayrischen und fränkischen Siedlern am Aufbau eines neuen Landes, das unter der Oberhoheit des Heiligen Römischen Reiches im Jahr 976 zum „Herzogtum Kärnten“ erklärt wurde. Unter den regionalen Herzogsdynastien der Eppensteiner und Spanheimer entstanden Burgen, Klöster und Handelsstädte, deren Erfolg auf der Kreuzung wichtiger Verkehrswege aus aller Welt im Alpen-Adria Raum beruhte – ein bis heute das Land prägender Aspekt, dessen Wurzeln wir auf dieser Reise erkunden wollen.

 

1. TAG: Eppenstein – St. Paul/Lavanttal – Klagenfurt

Wir beginnen unsere Reise mit einem Spaziergang zur Ruine der Burg Eppenstein, die im 10. und 11. Jh. als Sitz der gleichnamigen Kärntner Herzogsdynastie diente. Möglicherweise war hier der erste Ort, an dem jemals die rot-weiß-rote Fahne – ursprünglich als Lehensfahne der Eppensteiner – gehisst wurde. Weiterfahrt ins Benediktinerkloster St. Paul im Lavanttal, das 1091 als „Familienkloster“ der Herzogsdynastie der Spanheimer gegründet wurde. Wegen der im Lauf der Jahrhunderte gesammelten Kunstschätze gilt das Kloster als „Schatzhaus Kärntens“ und beherbergt außerdem die Gräber der frühen Habsburger, die 1335 die Herrschaft in Kärnten übernahmen. Weiterfahrt nach Klagenfurt.


2. TAG: Klagenfurt – Magdalensberg – Karnburg – Maria Saal

Bei einem Rundgang erkunden wir die Altstadt von Klagenfurt, das im 12. Jh. von Herzog Hermann von Spanheim als Marktund Handelsplatz gegründet wurde. Im Kärntner Landhaus steht bis heute der „Fürstenstein“, ein antikes römisches Säulenkapitell, das den Karantanenfürsten und später den Herzögen von Kärnten als Krönungssitz diente. Anschließend besuchen wir den Archäologischen Park auf dem Magdalensberg, wo die mutmaßliche Hauptstadt des römisch beeinflussten Keltenkönigreichs Noricum freigelegt wurde. Auf dem Zollfeld erwarten uns die Überreste der Römerstadt Virunum, der frühmittelalterliche „Herzogsstuhl“ und
die karolingische Pfalzkirche von Karnburg, die im 9. Jh. dem Ostfränkischen König und Kaiser „Arnulf von Kärnten“ als Residenz diente. Nach dem Besuch der Kirchenburg Maria Saal Rückfahrt nach Klagenfurt.


3. TAG: St Veit – Dom von Gurk – Mittelalterstadt Friesach – „Burgbaustelle“ – Rückreise

Auf der Rückfahrt nach Norden besuchen wir zuerst St. Veit an der Glan, das vom 12. bis ins 16. Jh. Haupt- und Residenzstadt des Herzogtums Kärnten war. Nach einem Altstadtrundgang Weiterfahrt nach Gurk, dessen großartiger romanischer Dom seit dem 12. Jh. kaum bauliche Veränderungen erfahren hat. Die Mittelalterstadt Friesach war einst eine der wichtigsten Münzstätten Österreichs, besitzt eine bemerkenswert intakte Stadtmauer mit Wassergraben und eine romanisch-gotische Basilika. Abschließender Höhepunkt ist ein Besuch der „Burgbaustelle“ Friesach, wo seit 2009 unter ausschließlicher Nutzung historischer
Materialien und Werkzeuge eine hochmittelalterliche Höhenburg nachgebaut wird (veranschlagte Bauzeit: 30 Jahre).