Die Kelten und die Eisenzeit in Ostösterreich

 

Faszination Archäologie

 

REISELEITUNG: MAG. KLAUS SCHINDL (ARCHÄOLOGE)

 

 

 

 

Termin:

28.09.2019 - 02.10.2019

Preis:

ab 597,- EUR

Bitte erst einen Termin wählen.

Leistungen:

Busreise, Reiseleitung, N/Halbpension.

 

Einbettzimmerzuschlag: 69,-

 

Kleingruppenzuschlag 20–29 Personen: 90,-

 

Preis ab 30 Personen


Achtung: Gültiger Reisepass auch
innerhalb der EU erforderlich!

 

 

 

 

 


Reisebeschreibung Busreise Ostösterreich

 

Auf den Spuren eisenzeitlicher Stämme begeben wir uns vom nördlichen Niederösterreich über die Ungarische Pforte an den Rand des Neusiedlersees, weiter in die „Bucklige Welt“ und schließlich noch in das steirische Sulmtal. Neben archäologischen Höhepunkten, die außerhalb der Fachwelt noch kaum bekannt sind, erhöht die große Vielfalt der abwechslungsreichen Landschaften zusätzlich den Reiz dieser Reise. Aufgrund zunehmender kriegerischer Auseinandersetzungen ab der späten Bronzezeit war die Kultur der eisenzeitlichen Kelten von Siedlungen in Höhenlagen mit mächtigen Befestigungsanlagen geprägt. Die sichere Lage dieser Festungen – nach Cäsar auch Oppida genannt – bot der Bevölkerung Schutz und ermöglicht noch heute herrliche Ausblicke über Täler, durch die jahrtausendealte Handelsstrecken verlaufen. Jede dieser Siedlungen brachte ihre jeweils regionalen Rohstoffvorkommen (z.B. Kupfer, Eisen und Bernstein) in europaweite Handelsnetzwerke ein. Unweit der Oppida schlummern die „Städte der Toten“: Riesige Hügelgräber in den Wäldern oder auf markanten Hügeln widerstehen dem Zahn der Zeit bis heute und symbolisieren für viele von uns die Mystik prähistorischer Kulturen. Kommen Sie mit auf einer Reise durch Raum und Zeit mit fachkundiger, archäologischer Begleitung.

 

1. TAG: Anreise – MAMUZ Schloss Asparn/Zaya

Als Einführung in die materielle Kultur der Kelten und ihrer bronze- und eisenzeitlichen Vorfahren eignet sich ein Besuch in einer archäologischen Sammlung wohl am Besten. Doch das niederösterreichische Museum für Urgeschichte, Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters bietet mehr als nur das: Hausrekonstruktionen aller Epochen der Urgeschichte erlauben einen intensiven Einblick in die Vergangenheit. Anschließend an die Führung und Besichtigung Weiterfahrt in unser Hotel.

 

2. TAG: Eisenzeitliche Zentralorte in Niederösterreich

Eine bronzezeitliche Festung, eine keltische Münzprägestätte und schließlich ein germanischer Fürstensitz – unser erster Besichtigungspunkt am Oberleiserberg bietet all das und dazu noch einen herrlichen Ausblick über das Weinviertel. Beinahe in Sichtweite liegt der „Großmugl“, das größte Hügelgrab Mitteleuropas und unser nächstes Ziel. Dieses mächtige Denkmal ist seit seiner Errichtung in der Hallstattzeit unberührt und birgt weiterhin seine Geheimnisse. Weiter Richtung Donautal besuchen wir den Michelberg, ein möglicherweise frühbronzezeitliches Heiligtum, das bis heute als Wallfahrtsort genutzt wird. Weiterfahrt zum Hotel in Hainburg.

 

3. TAG: Pannonia südlich der Donau

Am Rande von Hainburg, an der sogenannten „Ungarischen Pforte“, liegt als Teil einer Hügelkette der Braunsberg, dessen keltisches Oppidum die Vorgängersiedlung der Römerstadt Carnuntum darstellt. Diese strategisch enorm wichtige Siedlung kontrollierte die Bernsteinstraße, die hier die Donau überquerte. Nächster Besichtigungspunkt sind die Hügelgräber von Donnerskirchen, die am südlichen Hang des Leithagebirges mit Blick auf den Neusiedlersee gelegen sind. Auch hier befand sich eine Siedlung, deren Bevölkerung durch die Kontrolle bedeutender Handelsrouten zu Wohlstand kam. Nach einem abschließenden Besuch des keltischen Oppidums von Schwarzenbach Weiterfahrt nach Leibnitz und Bezug unseres Hotels für die nächsten zwei Nächte.

 

4. TAG: Eisenzeitliche Kulturen der südlichen Steiermark

Wunderschön gelegen sind die Siedlungen von Frauenberg und Seggauberg, die direkt an Leibnitz angrenzen und an der Mündung der Sulm in die Drau einst den Zugang ins Sulmtal kontrollierten. Während der Seggauberg von einer großen Burganlage dominiert wird, wurde der seit der späten Bronzezeit befestigte Frauenberg im 20. Jhdt. weitgehend überbaut. Ausgrabungen brachten ein keltisches Heiligtum und römische Tempel zutage. Weiter flussaufwärts finden wir die überregional bedeutende Siedlung am Burgstallkogel von Kleinklein, die von nicht weniger als eintausend Hügelgräbern umgeben ist.

 

 
5. TAG: Burgmuseum Deutschlandsberg – Heimreise

Den Abschluss unserer Rundreise bildet das Burgmuseum „Archaeonorico“ in Deutschlandsberg, das die wohl bedeutendste private Sammlung der Steiermark zeigt. Zahllose Artefakte von der Altsteinzeit bis in die Neuzeit, darunter besonders interessante keltische Ausstellungsstücke, bringen selbst Archäologen zum Staunen. Im Anschluss an die Besichtigung erfolgt die Heimreise.