Kastler - Winter 26/27

80 STUDIENREISEN Nähere Informationen über mögliche Zusatzkosten siehe Seite 2. 1. TAG: Anreise nach Pécs – Römisches und Osmanisches Erbe in Ungarn Fahrt über Graz und Maribor nach Pécs. Am Nachmittag Besich- tigung der Stadt mit ihrer vielschichtigen Pr gung: Wir sehen die frühchristlich-römische Nekropole (UNESCO-Welterbe), die auf das mittelalterliche Ungarn verweisende Kathedrale St. Peter und die Gazi-Kasim-Pascha-Moschee als Erbe jahrhundertelanger osmani- scher Pr senz. N chtigung in Pécs. 2. TAG: Schlachtfeld von Mohács – Novi Sad und Peterwardein Am Vormittag Besuch der Nationalen Gedenkst tte Mohács mit Schlachtfeld und Museum. Die Schlacht von 1526 markierte das Ende des mittelalterlichen Ungarns und den Beginn osmanischer und habsburgischer Expansion und der damit einhergehenden Um- brüche in Südost- und Zentraleuropa. Wir überqueren die Grenze nach Serbien und erreichen Novi Sad – das imperiale „Gibraltar an der Donau“ der Habsburger, Geburtsort der serbischen National- bewegung aber auch Zentrum internationaler Jugendkultur und antiautorit ren Widerstands. Nach einem Spaziergang durch die Altstadt erleben wir im Schatten der m chtigen Festung Peterwardein regionaltypische Kulinarik und Gastfreundschaft in einem traditionellen Csárda-Lokal. 3. TAG: Klosterland Fruška Gora – Friedensort Karlowitz – Belgrad Fahrt durch die bewaldeten Höhen der Fruška Gora zum Kloster Krušedol, einem Zentrum serbisch-orthodoxer Kultur und Spiritua- lit t. In Sremski Karlovci erinnert eine Kapelle an den Frieden von Karlowitz (1699), wo einst – am runden Tisch – das Zeitalter der sog. „Türkenkriege“ diplomatisch beendet wurde. Am Nachmittag Weiterfahrt nach Belgrad und erste Ann herung an die serbische Hauptstadt mit dem monumentalen Dom des Heiligen Sava. Unser zentral gelegenes Hotel ermöglicht Interessierten einen abend- lichen Bummel durch das Bohémien- und Ausgehviertel Skadarlija. 4. TAG: Belgrad – eine Brücke zwischen Osten und Westen Bei unserer Stadtbesichtigung erleben wir die vielen Gesichter der serbischen Hauptstadt: Prachtbauten und Boulevards der 1920er und 1930er Jahre stehen für den Traum vom „jugoslawischen Paris“, w hrend sp tere Hotelnamen und Bauten auf den „Großen Bruder“ Russland verweisen. Das ummauerte Altstadtviertel Kalemegdan erinnert an Jahrhunderte osmanischer Herrschaft und an die Feldzüge Prinz Eugens. Das Museumsschiff „Sava“ be- gann 1904 als österreichisches Donaukriegsschiff „SMS Bodrog“ und diente – trotz mehrfacher Versenkung – bis 1962 (!) verschiede- nen Staaten und Regimen. Am Nachmittag widmen wir uns der Ära Titos und seinem Traum eines kommunistischen Vielvölkerstaats. 5. TAG: Vom Römischen Kaiserpalast zur Militärgrenze – Sremska Mitrovica, Županja und Varaždin Fahrt nach Sremska Mitrovica (antikes Sirmium), einst römische Kaiserresidenz. Besichtigung der Palast-Ausgrabungen mit Mosaiken und Fußbodenheizung. Anschließend Weiterfahrt über die kroatische Grenze nach Županja, wo ein Milit rgrenzer-Wohn- turm ( Č ardak) an die Zeit der Milit rgrenze (1538–1878) erinnert. Am sp ten Nachmittag Weiterfahrt nach Varaždin, Hotelbezug und Abendessen. 6. TAG: Varaždin – Barockes Finale und Heimreise „Komm mit nach Varaždin, so lange noch die Rosen blüh'n!“ – die in Emmerich Kálmáns Operette „Gr fin Mariza“ besungene Barockstadt war einst Festungsstadt an der Milit rgrenze und Sitz der ungarisch-kroatischen Adelsfamile Erdödy. Bei unserer Stadtbesichtigung besuchen wir zwischen dem Schloss und den hübschen Barockpalais auch das örtliche Museum, ehe wir nach der Mittagspause die Rückkreise antreten. BELGRAD UND DAS ALTÖSTERREICHISCHE GRENZLAND Geschichte und Kultur zwischen Donau und Save REISELEITUNG: DR. ANDREAS RATHBERGER-REITER Unsere Leistungen: Busreise, Reiseleitung, N/Halbpension. Einbettzimmerzuschlag: 319,- 1. - 6. Mai 2027 (ab 20 Personen) 1.298,- Das „Dreiländereck“ zwischen Ungarn, Serbien und Kroatien war stets Grenz- und Begegnungsraum verschiedener Reiche, Konfessionen und Lebenswelten. Als habsburgisch-osmanische „Militärgrenze“ wurde die Region zum Experimentierfeld besonderer Ver- waltungs- und Zusammenlebensformen, Zuflucht für Zuwanderer sowie Schauplatz von Konflikten, aber auch von Austausch und gegenseitiger Prägung. Hier entstanden Nationalismen, die Imperien und die gewachsene Vielfalt bedrohten. Dennoch ist das Land zwischen Donau und Save bis heute vom Neben- und Miteinander unterschiedlicher Sprachen, Ethnien und Religionen geprägt. Kommen Sie mit in diese faszinierende Region zwischen Varaždin, Belgrad und Pécs! © pixabay © Andreas Rathberger-Reiter © Andreas Rathberger-Reiter

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